Härtefallfonds Phase 2 | Anleitung zu Do It Yourself

Ab 20.4.2020 können über die WKO-Homepage die Anträge für die 2. Phase des Härtefallfonds eingebracht werden. Wir haben für Sie anbei eine DIY-Anleitung vorbereitet. Natürlich unterstützen wir Sie darüber hinaus gerne bei der Beantragung und stehen für Fragen zur Antragsstellung jederzeit gerne zur Verfügung, insbesondere auch was die Erfüllung der Anspruchsvoraussetzungen im Einzelfall betrifft.

So geht die Antragsstellung:

  1. Antrag nur online unter https://www.wko.at/service/haertefall-fonds-phase-2.html. Hier finden Sie auch viele weitere Informationen und eine umfangreiche FAQ-Sammlung.
  2. Von der WKO werden für einen „Vergleichszeitraum“ automatisiert und ohne Ihr Zutun das monatliche Nettoeinkommen, der Durchschnittssteuersatz und eine steuerliche Umsatzrentabilität aus den beim Finanzamt vorliegenden Bescheiden und Steuererklärungen ermittelt. Sie können bei der Antragsstellung wählen, ob dazu das zuletzt veranlagte Jahr oder alternativ ein Durchschnitt aus den letzten drei Einkommensteuerveranlagungen herangezogen werden soll.
  3. Das müssen Sie bereithalten:
    • Steuernummer
    • SV-Nummer
    • Passkopie, Personalausweis oder Führerschein als pdf (einfacher Scan; wenn Antrag abgeschickt hast, werden Sie aufgefordert den Scan zu mailen oder hochzuladen)
    • KUR (Kennzahl Unternehmensregister) oder GLN (Global Location Number). Diese GLN können Sie einfach abfragen unter https://www.ersb.gv.at/ersb/faces/ErsbMain.xhtml (nach Einstieg „Beauskunftung“ dort auf den Reiter „Funktionsträger“ wechseln und dort bei natürliche Personen Namen eintragen; bei mehreren Treffern auf Geburtstag achten)
    • Die tatsächlichen Betriebseinnahmen, also Umsätze des Betrachtungszeitraumes (gibt derer drei, wir starten ab 20.4. mit Betrachtungszeitraum 1 = COVID-Monat 1 = vom 16.3. bis 15.4.2020).
    • Nebeneinkünfte für das Monat, in dem der jeweilige Betrachtungszeitraum beginnt (also bei 1. Betrachtungszeitraum wären das die Nebeneinkünfte des Monat März 2020); dazu gehören zB Pensionsbezüge, Mietüberschüsse (Mieteinnahmen minus Werbungskosten), usw. Relevant ist dabei das „Nettoeinkommen“ aus diesen Nebeneinkünften, das heißt, es wird von den Einkünften noch die Einkommensteuer abgezogen. Sie können für diesen Abzug mit dem Durchschnittssteuersatz des Vergleichszeitraums rechnen.
    • IBAN zur Überweisung

Und eines noch – Sie müssen alle Belege sieben Jahre aufbewahren. Das gilt auch für den Nachweis der signifikanten wirtschaftlichen Bedrohung durch COVID-19 (Umsatzeinbruch von mindestens 50% zum vergleichbaren Betrachtungszeitraumes des Vorjahres oder behördlich angeordnetes Betretungsverbot oder laufende Kosten können nicht mehr gedeckt werden).